Ja, meine Lieben, dies ist nun der zweite Teil einer alten Geschichte (die Aufmerksamen unter Euch haben das schon bemerkt), doch auf Wunsch einiger Besucher dieser Seite stelle ich sie Euch noch einmal rein.

Viel Spaß beim Lesen!

 

 vastehst?

 

griaß ihna, kaun i ihna höfn? i hob jo hiazt n‘stand üba, wei da vota nimma mog. oba do brauchans net weitageh, bei mia gibts de gleiche qualität wia bei eam. joahrzehntelaung is a jedn moarkt augfohrn, dens hot in da region. er, d‘muatta und d‘nanni. oba hiazt mog a nimma. nana, net wei a nimma kau, nana, dea is nu rüsti, sog i ihna. auf sei oita is dea nu supa beinaund. jedn tog steht a mit da sonn af und oabeit bis af d‘nocht. af so an hof is a vü zan toa. übanumma hot an mit via jo, hiazt haum ma dreissg. dös is scho a wei wos. zwengan göd brauchat ma nimma moarktfohrn, mia liefan aun de supermärkte! ea hots hoit nu weida gmocht zwegn de leit, ma kummt do gaunz aundas in kontakt. do kau ma scho nimma vo kundschaftn redn, des san scho freind worn und zu freind foahrt ma jo gern. oba hiazt mog a nimma. zvü kopftuachweiba und zvü schwoaze gsichta san eam do, hot a gsogt. und de freind kaufn oft im supermorkt unsa zeig, wei sa se vo da oabeitszeit net aundas ausgeht, oda se foahrn glei afn hof. do woit a n staund aufgebn. oba do hob i gsogt: s‘gibt jo a nu leit, de ka auto haum und de ma scho seit joahr und tog kennan, wia d‘frau meia. na, de warat oba traurig, waun ma nimma kammatn und sovü aundare a, mia san jo do scho a institution. no, hot a gsogt, nocha mochstas hoit du. wirst scho segn, obs das vastehst.

und hiazt bin i do. heit n‘erstn tog, seit simi, via stund oiso, do kaun i scho a resümee ziagn und i muaß sogn, so wia friha is wirkli nimma. do hot a recht, da vota. vü auslända kemman. oba i bin jo offana, i hob ka problem mit de kopftuachweiba, mei muatta, d‘nanni und de aundan oidn trogn jo a oft gnua ans. und waun a gsicht schwoaz is, is ma des wurscht. i fiacht mi net. oba ans is scho... damits es vastengan, schüdat i ihna des gaunz genau, passns auf: do kummt a dunklicha zu mia, a mau, wei de lossn eanare weiba net afn morkt, ha - ois tatns glaum, dass ana vo de unsan a soichane vazaht - oiso, der kummt hea, i sog „griaß di!“ und ea nuschelt a irgendwos, grüß gott soi des woi ghassn haum. daun schaut a auf an zettl und sogt: „haben sie junge zwiebel?“ na, ois waratn meine zwüfin oid. do hob i gsogt: „i hob nua frische sochan, do liegns jo eh.“ und hob hizagt. ea schaut meina haund noch, beidlt in schädl und schaut wieda auf sein zettl. „ich möchte junge zwiebel grün.“ und des ich hot klunga wia isch und des möchte wia möschte und de zwüfi wia sawiefl und dass jung sei soin hot a a wieda gsogt und daun a nu greane ... wo bitte gibts denn greane zwüfin? do hob i n‘kopf beidlt und gsogt: „do san zwüfin, de san frisch und de san guat. greane hob i ka, weis kane grean zwüfi gibt. oiso waun da de net passn, daun host a pech.“ do hot a mi nua bled augschaut und hot ma den zettl zagt. na, do san de zwa 

sätz draufgstaundn, die a eh gsogt hot. do bin i fost narrisch worn. „na do!“ hob i gsogt und nu amoi af de zwüfin deit. „no do sans jo eh. san da de net guat gnua?“ „isch verstehe sie nischt.“ hot a daun gsogt. und a nu: „bitte sprechen deutsch.“ do bin i wirkli wüd woan. wea vo uns is hiazt vo do? nau? wea vo uns red seit seina geburt deitsch? nau, i oda ea? und ea sogt, ea vasteht mi net. „nau, daun schau, dass‘d amoi aunständi deitsch leanst.“ hob i gsogt. „und daun kaunst wieda kema.“ wei i bin jo net nochtrogend, oba beleidign loss i mi vo an soichan a net. oda, wia segn sie des?

 

tja, leider konnte ich ihnen nicht immer folgen. ich kann zwar gut deutsch, aber euer dialekt ist auch für mich immer noch schwer zu verstehen. ich glaube, der mann hätte frühlingszwiebel kaufen wollen, eventuell meinte er lauch. genau weiß ich es natürlich nicht. ach gestatten, dass ich mich vorstelle. hr. liebmann mein name. ich bin einige tage hier in ihrer stadt, um mir die vorbildliche flüchtlichgsarbeit anzusehen, die sie hier leisten, vor allem das „ich lerne deutsch“ projekt, welches die neuankömmlinge ermutigt sich nach wenigen tagen alleine unter die einheimische bevölkerung zu mischen. wir wollen in unserer stadt ein ähnliches projekt starten und hoffen von den erfahrungen hier lernen zu können.

aber nun zu meiner bestellung: ich hätte gerne ein pfund aprikosen.

 

wos woins?...