t-time

 

ist eine Selbsthilfegruppe für Menschen nach einem traumatischen Erlebnis, die im Sommer 2016 gegründet wurde.

 

 

Aktuell

Aufgrund der derzeitigen Verordnungen findet bis auf Widerruf kein Treffen statt.

Das Leben geht aber weiter, mit all seinen Schwierigkeiten. Betroffene bekommen daher auf dieser Seite unter der Rubrik klang/farbe/wort die Möglichkeit, ihre Hoffnungen, ihre Ängste oder auch ihren Unmut mitzuteilen.

Texte bitte an bachwerk.eu@gmail.com

 

 

 

Im folgenden findet Ihr Informationen zur Krisenhilfe OÖ:

 

 

0732/2177 

  

Krisenhilfe OÖ – Sorgentelefon täglich rund um die Uhr für Sie da! 

 

 

Von 9.00 bis 18.00 Uhr sind psychosoziale Fachkräfte der Krisenhilfe OÖ und des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes mit verstärkten Ressourcen für Sie am Telefon. 

Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor neue Herausforderungen, die mit vielen Sorgen und Gedanken verbunden sein können. Da kann es wichtig und hilfreich sein, mit jemandem zu reden. Am Krisentelefon sitzen ExpertInnen, die gerne für Sie da sind, Ihnen zuhören und Sie unterstützen, wenn … 

… Sie sich Sorgen machen, weil jemand in Ihrer Familie an COVID 19 erkrankt ist 

… Sie traurig sind, weil eine/ein nahe/r Angehörige/r oder FreundIn an COVID 19 verstorben ist 

… Sie sich Sorgen um Ihren Arbeitsplatz machen 

… Sie um die Gesundheit Ihrer Familie besorgt sind 

… es Sie belastet, weil zu Hause so viel gestritten wird 

… Sie sich mit der Lernsituation Ihrer Kinder überfordert fühlen  

… Sie verzweifelt sind, weil Sie Ihre/Ihren Angehörige/n nicht besuchen können 

… Sie das Haus nicht verlassen dürfen und Ihnen die Decke auf den Kopf fällt 

… Sie jetzt Ihrer beruflichen Tätigkeit unter großer Belastung nachgehen 

… Sie nicht wissen, wie es weitergehen soll 

… das Zusammenleben zu Hause eskaliert und es zu Gewalt kommt 

… Sie sich überfordert fühlen, z. B. Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut zu       bekommen 

… wenn Sie sich einsam fühlen 

Wie bisher sind wir auch jetzt bei allen anderen akuten Krisensituationen, suizidalen Krisen und nach traumatischen Ereignissen für Sie da. Auch im Rahmen der Onlinekrisenberatung https://beratung-krisenhilfeooe.at/login 

 

 

 

Die Caritas-MitarbeiterInnen sind in ganz Oberösterreich für pflegende Angehörige da! 

Viele Angehörige sind mit der Organisation der Betreuung und Pflege ihrer Angehörigen oftmals am Limit. Covid 19 packt hier noch einmal eine Portion Belastung drauf. Hilfsangebote werden nicht im vollen Umfang angeboten, es gibt die Angst vor Ansteckung und die Einschränkung der sozialen Kontakte lassen die notwendige Entlastung oder Ablenkung vermissen. Außerdem kommt die Sorge um Angehörige dazu, die im Seniorenheim oder Krankenhaus nicht besucht werden dürfen. Die Notwendigkeit hier Abstand zu halten eröffnet einen intensiven Loslassprozess, der für pflegende Angehörige sehr schmerzlich sein kann.  

Durch die „Coronakrise“ haben wir alle eine außergewöhnliche Zeit, die aber für pflegende und betreuende Angehörige eine besondere Herausforderung darstellt. Diese Situation erfordert eine Adaptierung unserer Angebote und darum möchte ich Sie heute darüber informieren, dass wir an der Servicestelle Pflegende Angehörige, unser Angebot der psychosozialen Beratung, derzeit auch telefonisch und online anbieten.  

Wir können damit keine Wunder wirken. Aber wir nehmen uns gerne Zeit für die ganz persönliche Geschichte der Menschen in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Hören zu, verstehen die Not und zeigen Mitgefühl. 

 

Am Standort Freistadt: Nadine Tscholl-Jagersberger: Mo-Do 8-12 Uhr,                                   Tel.: 0676 / 8776 2438 

 

An den Standorten Grieskirchen und Linz: Martin Eilmannsberger: Mo-Fr 8-12 Uhr,           Tel.: 0676 / 8776 2441 

 

An den Standorten Ried und Braunau: Christine Wally-Biebl: Mo-Fr 9-12 Uhr,                      Tel.: 0676 / 8776 2439

 

Am Standort Rohrbach: Ute Maria Winkler: Mo-Fr 8-12 Uhr,                                                         Tel.: 0676 / 8776 2443 

 

Am Standort Steyr: Sabine Eiblwimmer: Mo: 8-13:30 Uhr, Di-Do: 8-13 Uhr,                               Tel.: 0676 / 8776 2442 

 

An den Standorten Vöcklabruck und Linz: Helene Kreiner-Hofinger: Mo-Fr 8-12 Uhr,            Tel.: 0676 / 8776 2448 

 

Die kostenlose Online-Beratung der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige bietet die Möglichkeit, sich Stress und Sorgen von der Seele zu schreiben. 

Online-Beratung:https: //www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/service-fuer-pflegendeangehoerige/beratungsangebote/online-beratung/ 

 

 

 

 

   

 

Die Selbsthilfegruppe t-time wurde 2016 von mir gegründet, um Betroffenen von PTBS

eine Gelegenheit zu geben sich untereinander austauschen zu können.

Wir Betroffenen erleben in unseren Alltag immer wieder Unverständnis. Durch Sätze wie „Reiß dich doch endlich mal zusammen!“ oder „Du bist immer so empfindlich!“ ziehen sich Betroffene zurück, die soziale Isolation folgt.

Mein Traum war eine Gruppe, in der sich PTBS-Betroffene treffen können und in der es solche Sätze nicht gibt.

Im Alltag fühlte ich mich oft als Ausgestoßene, es wurde mir jeden Tag klar gemacht, dass ich nicht richtig funktioniere.

Mein Traum war eine Gruppe, in der ich meinen Selbstwert nicht unter Beweis stellen muss.

Im Alltag erlebte ich oft, dass Vertreter des Gesundheitssystems nicht wussten, was sie mit mir machen sollen. Erlebte, dass ich Auflagen bekam, die nicht auf mich zugeschnitten waren. Die mich unter Druck setzten. Systemvertreter müssen ja die Sozialschmarotzer aussieben und dieses Verfahren wird bei allen angewandt. Betroffene halten diesem Druck oft nicht Stand. Haben aber auch keine Vertrauensperson, mit der sie darüber reden können.

Mein Traum war eine Gruppe, in der dies möglich ist. In der wir uns gegenseitig Hilfe

anbieten, sei es nun in der Weitergabe von eigenen Erfahrungen mit Behörden, in der

Weitergabe von Erfahrungen mit Ärzten, in der Weitergabe von eigenen Strategien zur Alltagsbewältigung, denn jeder von uns hat seine Fähigkeiten. Jemand hat zum Beispiel kein Problem mit Autofahren, ein anderer schon. Nun kann der Eine den Anderen unterstützen, in dem eine Fahrgelegenheit zu einer Untersuchung angeboten wird. Das kann bei dem Einen den Selbstwert steigern und bei dem Anderen eine Last von den Schultern nehmen.

Doch das erfordert Eigenverantwortung.

In eine Selbsthilfegruppe zu gehen ist nicht wie eine Pille nehmen, damit die Symptome verschwinden.

Ich ergebe mich nicht einem pharmazeutischen System, welches Medikamente herstellt, um eine Krankheit zu unterdrücken, die für die Hersteller selbst nicht nachvollziehbar ist (wie können sie dann wirksame Medikamente herstellen?), sondern ich arbeite aktiv an einer Möglichkeit, um mein Leben trotz Beeinträchtigungen zu einem für mich lebenswertem Leben zu machen. Das ist Ursachenbekämpfung.

Und damit sollen wir nicht alleine sein.

Ich informierte mich über die Angebote. Die sind sehr rar.

In der unten stehenden Definition einer Selbsthilfegruppe sah ich eine Möglichkeit, wie wir uns selbst unterstützen können.

 

Definition einer Selbsthilfegruppe laut SHG Dachverband OÖ

Was ist eine Selbsthilfegruppe (SHG)?

1. SHG sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren

Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, Behinderungen,

psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie entweder selber oder

als Angehörige betroffen sind.

2. SHG treffen sich regelmäßig zu festgelegten Terminen zum gemeinsamen

Erfahrungsaustausch (z.B. wöchentlich, monatlich ...).

3. SHG arbeiten selbstbestimmt, d.h. die Inhalte und Arbeitsweisen der Gruppe

werden von den Teilnehmenden bestimmt – eine aktive und kontinuierliche Mitarbeit

ist erwünscht und wird erwartet.

4. Die Teilnahme an einer SHG ist meist kostenlos – gegebenenfalls ist jedoch ein

geringfügiger Unkostenbeitrag zu entrichten.

5. Einige SHG werden von Professionisten begleitet und gelegentlich werden

ExpertInnen zu bestimmten Fragestellungen hinzugezogen.

6. SHG sind nicht gewinnorientiert – das gemeinsame Ziel ist es besser über die

Krankheit/Belastung und deren Behandlungsmöglichkeiten Bescheid zu wissen, zu

lernen mit der Erkrankung besser umzugehen und mitunter auch weniger Angst zu

haben.

7. SHG stellen keine Basisversorgung für die Bevölkerung dar und sind keine

„Beratungsstellen“, da die Existenz von SHG vom Engagement, den Möglichkeiten

und Ressourcen ihrer Teilnehmenden abhängig ist.

 

 Was ist Selbsthilfe?

Viele Menschen leiden heute unter den Folgeerscheinungen einer (chronischen)

Erkrankung, Behinderung oder psychischen Belastung. Oft ringen sie mit sich

selbst, viele hadern mit ihrem Schicksal, wissen keinen Rat mehr und glauben sich

im Stich gelassen. Selbsthilfegruppen sind in dieser Situation oft ein hilfreicher

Anker.

Selbsthilfe basiert auf der Verantwortung des Menschen für sich selbst und

bedeutet:

▪ im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aktiv zu werden und eigenverantwortlich zu handeln.

 

▪ aus der Erfahrung anderer zu lernen und eigene Erfahrungen weiterzugeben.

 

▪ mit vereinten Kräften etwas zur Überwindung der eigenen Erkrankung/

 Belastung beizutragen.

Selbsthilfe kann eine medizinische oder therapeutische Behandlung nicht

ersetzen, sie kann diese aber sinnvoll ergänzen und unterstützen.

 

Ad Punkt 1:

Das bedeutet, dass die Gruppe NICHT von einer/m Therapeutin/Therapeuten oder Ärztin/Arzt geführt oder begleitet wird. Es bedeutet auch nicht, dass ich die Ursache des Traumatas erzählen kann, denn das würde die anderen Teilnehmer retraumatisieren. Die Leidensgeschichte gehört in eine Therapiestunde mit ausgebildeten Therapeuten. In der Gruppe zählt nur der Erfahrungsaustausch. Nicht, welche Dinge habe ich erlebt, sondern wie gehe ich mit den Auswirkungen um.

 

Ad Punkt 3:

Das bedeutet, dass alle Teilnehmer der Gruppe gleichberechtigt sind, was ihre Rechte aber auch ihre Pflichten betrifft. Es gibt keine Leitung, keine Moderation der Gruppe, die von einer einzelnen Person ausgeübt wird. Wir alle sind die Leitung, wir alle haben das Recht zu sagen, was wir machen wollen, über welches Thema wir reden wollen.

Wir alle haben auch die Pflicht Stop zu sagen, wenn wir sehen, dass ein/eine TeilnehmerIn getriggert wird, dissoziiert, oder einen Flashback hat.

Auch hier geht es um Eigenverantwortung.

 

Ad Punkt 4:

Die Teilnahme an t-time ist kostenlos. Getränke und sonstige Verpflegung sind eigenverantwortlich mitzunehmen.

 

Ad Punkt 5:

Auch für t-time war es angedacht Experten zu Vorträgen oder Ähnlichem einzuladen. Ich habe mich auf die Suche gemacht und auch Experten gefunden, die bereit waren die Gruppe ehrenamtlich, also ohne Kosten für die Teilnehmer, zu besuchen.

Das setzt allerdings eine Kontinuität der Teilnahme voraus.

Für einen guten Vortrag muss sich der Experte vorbereiten (das sind Stunden, die er von seiner Freizeit spendet), das sollte von uns mit zahlreicher Teilnahme belohnt werden.

 

Ad Punkt 7:

Die Existenz der SHG ist vom Engagement, den Möglichkeiten und Ressourcen ihrer

Teilnehmenden abhängig.

Bitte hier Augenmerk auf das Wort IHRER Teilnehmenden legen.

Nicht eine einzelne Person, sondern wir alle sind verantwortlich, dass die SHG gelingt.

Dazu gehört es auch, dass Probleme angesprochen werden. Denn für die Lösung sind wir alle verantwortlich.

Das ist schwierig, ich weiß, denn Angst ist eines unserer Probleme. Doch wenn wir

in unserer Gruppe nicht miteinander reden können, wohin sollen wir uns sonst wenden?

 Ich habe die SHG vor zwei Jahren gegründet. Ich bin also die Gründerin.

Ich bin NICHT die Leiterin.

Ich bin eine Betroffene, so wie ihr. Mit allen Schwächen und Stärken..

 

 

Zusammenfassung:

- t-time ist eine Selbsthilfegruppe, für die die Definition einer SHG des Dachverbandes für

SHG OÖ gilt.

- t-time bietet offenen Austausch unter Betroffenen OHNE Begleitung

- Bei den Treffen wird nicht über die Ursache der Traumata gesprochen

- Alle Teilnehmenden werden gebeten „Stop“ zu sagen, wenn sie bemerken, dass sie

selbst oder eine/ein andere/anderer TeilnehmerIn in einen Flashback oder eine

Dissoziation geraten.

Was ist ein traumatisches Ereignis?

 

Michaela Huber

Trauma und die Folgen - Trauma und Traumabehandlung Teil 1

Junfermann Verlag, Paderborn 2003, 5. Auflage 2012, S. 38 ff

 

Ausgangspunkt sind vielmehr tatsächliche, extrem stressreiche äußere Ereignisse. Damit

ein Ereignis für einen Menschen aber zum Trauma werden kann, muss eine Dynamik in

Gang kommen, die sein Gehirn buchstäblich „in die Klemme“ bringt und es geradezu dazu

nötigt, auf besondere Weise mit diesem Ereignis umzugehen. Diese „Klemme“ nenne ich

die „Traumatische Zange“.

 

      Äußeres stessreiches Ereignis

 

                                ↓

 

Überflutung mit aversiven Reizen

         ↙                                          ↘

 Nicht                                        Nicht

dagegen                                   davor

ankämpfen                              fliehen

können =                                  können =

NO FIGHT                                  NO FLIGHT

 

       ↘                                                    ↙

                    Konsequenz:

            FREEZE und FRAGMENT

 

....Wenn aber alles nichts hilft - no Fight, no Flight - dann bleibt dem Gehirn nichts anderes

übrig, um der äußersten Bedrohung, nämlich der Auflösung des Selbst, zu entkommen,

als : Freeze und Fragment........Und vom Moment der Freeze-Reaktion an ist klar:

Jetzt findet für den Menschen das Ereignis als Trauma statt.

 

 

Links: